Ein Leben wie das unsere, in dem Sünde mit Tugend ringt, und Zweifel mit Zuversicht, und Hass mit Liebe, kann uns nicht befriedigen, aber es kann uns eine Menge lehren – weit mehr als wir zwischen einer einzigen Geburt und einem einzigen Tod lernen könnten.

Kein Mensch kann in einem einzelnen Leben die Lektionen ungebrochener Gesundheit und körperlicher Krankheit lernen, die Lektionen des Reichtums und der Armut, des zurückgezogenen Studiums und des öffentlichen Handelns, der Freundschaft und der Einsamkeit, der Auflehnung und des Gehorsams, der Tugend und des Lasters. Und es wäre so gut, sie alle zu lernen. Ist es da nicht kostbar, hoffen zu können, dass das, was wir in einem Leben versäumt haben, in einem anderen uns zukommen kann?

Und obwohl der Weg lang ist, er kann nicht ermüdender sein als ein einziges Leben. Denn mit dem Tod lassen wir hinter uns die Erinnerung und das hohe Alter und die Müdigkeit. Wir sterben vielleicht alt, aber wir werden jung geboren werden. Und der Tod erhält eine tiefere und gnädigere Bedeutung, wenn wir ihn betrachten als Teil des beständig sich wiederholenden Rhythmus des Fortschritts – so unvermeidlich, so natürlich und so wohltuend wie der Schlaf.

John Ellis McTaggart, engl. Philosoph, 1866-1925

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Lesestoff:

Quelle bzw. gefunden bei: http://zeit-zum-aufwachen.blogspot.ch/2015/04/reinkarnation-wiedergeburt-doku-deutsch.html

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